Winterwandern

Es müssen nicht die Skier sein, um die Seiser Alm kennen zu lernen. Es geht auch ohne. 30 km angewalzte und angetretene Wanderwege führen bis in die entlegenen Gebiete. Was einst undenkbar war, die Erschließung der winterlichen Alm für den Fußgänger, stellt heute eine große Bereicherung dar. Und der Umstand, dass sich jedes Jahr mehr und mehr Winterwanderer zu den Skifahrern gesellen, beweist es.

Je mehr der Winter sich dem Frühling zuwendet, umso größer wird der Reiz dieser Gegend. Schon im März schaut hier und dort am Südhang ein „aperes“ Stück Erde heraus, auf dem die Natur erwacht, vielleicht schon eine erste Blüte erscheint. Die Sonne brennt auf die dunklen alten Rundhölzer, die die Wände der Stadel bilden, die Wärme meldet schon den Süden an.

Winterwander-Vorschläge:

Seiseralm/Kompatsch – Steger Dellai – Ritsch

Sie beginnen Ihre Wanderung in Kompatsch. Von dort laufen Sie auf dem gut gewalzten Weg unter der Straße bis zur Abzweigung Richtung Hotel Steger Dellai. Folgen Sie dem Winterweg, am Hotel Steger Dellai vorbei, über herrlich verschneite Wiesenhänge bis Sie dem Gasthof Ritsch erreichen. Hier kann die Wanderung entweder beendet oder nach Belieben verlängert werden.

Seis – St. Oswald – Seis

Von Seis auf der Straße nach St. Oswald bis zum Peterlungerhof. Vor dem Hof links ab über den Plattenweg Richtung St. Oswald. Der Weg ist gut markiert, verläuft im ersten Teilstück durch Buschbestand, stark abfallend, und mündet dann in die tief gelegene Wiesenlandschaft – schöner Ausblick auf den verschneiten Schlern mit Santnerspitze, die Ruine Hauenstein und den Weiler St. Konstantin. Deutlich vernimmt man das Rauschen des nahen Schwarzgriesbaches. Seinem Laufe folgend bringt uns der angenehme Wanderweg, vorbei an der Malengermühle zum Simmelemüller-Hof. Hier rechts abbiegen und auf der schmalen Straße zum Kräuterhof Pfleger und der daneben liegenden Burgruine Aichach, die von den gleichnamigen Herren erbaut wurde, heute aber nur noch mit ihrem nördlichen, zinnenbekrönten Teil erhalten ist. Es lohnt sich auch ein Besuch des Hoflades beim Pflegerhof, wo Produkte wie Tees, Gewürzmischungen, Säfte, u.ä. verkauft werden, hergestellt aus über 500 verschiedenen am Hof biologisch angebauten Heil– und Gewürzkräutern. Weiter, vorbei an schönen Kastanienhainen und Obstgütern, hinunter zur Fraktion St. Oswald. Nahe dem Kirchlein liegt ein kleiner Weiher. In dieser Gegend wächst im Sommer eine Grasart, die feine, blassgelbliche Federchen bildet. In Büscheln gebunden werden diese von Schützen und Musikanten als Hutschmuck zur Tracht getragen. Zurück nach Seis entweder auf dem Hinweg oder auf der Fahrstraße.


Schneeschuhwandern
im Schlerngebiet

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